Energieberater wünschen sich umfangreicheren Energieausweis

Der Energieausweis ist für viele Energieberater der Einstieg zur einhergehenden Energieberatung. Viele Hausbesitzer lassen zunächst einen Energieausweis erstellen, da dieser bei der Vermietung von Wohnungen Pflicht ist. Wenn dieser Ausweis erstellt wurde, so ist die anschließende Beratung durch die Experten meist mit einem Folgeauftrag verbunden. Der Ausweis ist lediglich ein Anfang, wenn es um die Umsetzung von Klimazielen geht. Viele tausend Gebäude allein in der Bundesrepublik sind sanierungsbedürftig. Da sollte ein Energieausweis die Richtlinie für den Hausbesitzer sein, wie er seine Immobilie am besten verbessern lässt.

In einer bundesweiten Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der Fachzeitschrift „Der Gebäude-Energieberater“ wurden jüngst 550 Energieberater zum Energieausweis befragt. Demnach wünschen sich über 60 Prozent der befragten Berater eine Weiterentwicklung des Ausweises in Bezug auf die Darstellung der Einsparpotentiale und den Sanierungsempfehlungen. In der Umfrage wurde zudem deutlich, dass der Energieausweis in der Bevölkerung noch nicht richtig angekommen ist. Die Befragten äußerten die Notwendigkeit einer besseren Öffentlichkeitsarbeit rund um den Energieausweis.

Mit der Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV), die spätestens im Jahr 2012 erwartet wird, sollte der Energieausweis eine neue, erweiterte Form annehmen, um Hausbesitzern ein konkretes Sanierungsziel näher zu bringen.

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