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Immobilienpreise: München ganz oben

München ist schon lange die teuerste Stadt Deutschlands. Inzwischen steigen die Mieten und Kaufpreise rasant; fast zehntausend Euro kostet der Quadratmeter für ein Haus in München, mehr als achttausend pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung. Tendenz steigend. In anderen Großstädten, wie Stuttgart beispielsweise, liegen die Quadratmeterpreise bei dreieinhalb Tausend Euro. Um knapp zehn Prozent haben sich die Immobilienpreise in Deutschland, innerhalb der letzten zwölf Monate erhöht, doch am schnellsten steigen die Preise im Süden und hier vor allem im Raum München. Der Nachfrage tut dies jedoch keinen Abbruch. Auch aufgrund der historisch niedrigen Zinsen, sind Immobilien in Innenstadtlage so schwer zu bekommen, dass sich die Nachfrage „auf B-Lagen und den Speckgürtel der Metropolen ausweiten“ werden, wie Finanzdienstleister prognostizieren. Allerdings profitiert von den niedrigen Zinsen hauptsächlich der Immobilienmarkt der Ballungsgebiete. Im Gegensatz zu der Situation in Großstädten erhöht sich dagegen in ländlichen Gegenden der Anteil an leer stehendem Wohnraum. Auch diese Entwicklung wird sich, nach Meinung der Analysten, eher verschärfen.

 

Mietbundchef kritisiert Wohnungsmangel

Der Chef des deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, warnt vor einer Verschärfung der Wohnungsmarktsituation für Geringverdiener. Bereits jetzt hätten viele Menschen große Probleme, eine bezahlbare Wohnung zu finden, erklärte Rips in einem Interview mit dem Magazin „Focus“. Rips: „Dieser Trend wird sich weiter verschärfen“. Vor allem Großstädte steuerten nach Ansicht des Mieterbundchefs, auf eine „mittlere Katastrophe“ hin, deren „soziale Sprengkraft“ nicht unterschätzt werden sollte. Rips: „Auch normal- und sogar viele gutverdienende Haushalte können das nötige Geld kaum noch aufbringen.“ Er forderte die Politiker auf, neue Wohnkonzepte zu entwickeln, die auch die wachsende Altersarmut und die damit verbundenen Wohnungsprobleme mit einkalkuliere. Die in den vergangenen Jahren nur gering gestiegenen Mieten, locken auch immer mehr ausländische Investoren an, die entweder die nötige Instandhaltung vernachlässigen, um Kosten zu sparen, oder Luxussanierungen vornehmen, so dass die Wohnungen im Anschluss für Geringverdiener nicht mehr erschwinglich sind. In Berlin, Hamburg und Freiburg demonstrierten am vergangenen Wochenende bereits zwischen 500 und 4000 Menschen, gegen die Verdrängung der Mieter durch Sanierung.

 

Energieberater wünschen sich umfangreicheren Energieausweis

Der Energieausweis ist für viele Energieberater der Einstieg zur einhergehenden Energieberatung. Viele Hausbesitzer lassen zunächst einen Energieausweis erstellen, da dieser bei der Vermietung von Wohnungen Pflicht ist. Wenn dieser Ausweis erstellt wurde, so ist die anschließende Beratung durch die Experten meist mit einem Folgeauftrag verbunden. Der Ausweis ist lediglich ein Anfang, wenn es um die Umsetzung von Klimazielen geht. Viele tausend Gebäude allein in der Bundesrepublik sind sanierungsbedürftig. Da sollte ein Energieausweis die Richtlinie für den Hausbesitzer sein, wie er seine Immobilie am besten verbessern lässt.

In einer bundesweiten Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und der Fachzeitschrift „Der Gebäude-Energieberater“ wurden jüngst 550 Energieberater zum Energieausweis befragt. Demnach wünschen sich über 60 Prozent der befragten Berater eine Weiterentwicklung des Ausweises in Bezug auf die Darstellung der Einsparpotentiale und den Sanierungsempfehlungen. In der Umfrage wurde zudem deutlich, dass der Energieausweis in der Bevölkerung noch nicht richtig angekommen ist. Die Befragten äußerten die Notwendigkeit einer besseren Öffentlichkeitsarbeit rund um den Energieausweis.

Mit der Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV), die spätestens im Jahr 2012 erwartet wird, sollte der Energieausweis eine neue, erweiterte Form annehmen, um Hausbesitzern ein konkretes Sanierungsziel näher zu bringen.