Archiv der Kategorie: Architektur

Vorsicht bei zu kalten Wänden

Wenn Wände häufig sehr kalt sind, ist das oftmals ein Hinweis auf ein Wärmeleck. Die Möglichkeit muss man spätestens dann in Erwägung ziehen, wenn der Unterschied zwischen Raum- und Wandtemperatur 7 Grad überschreitet. Bereits ab einem Temperaturunterschied von 3 Grad bilden sich sogenannte Wärmebrücken. Dabei strömt die wärmere Luft aus der Raummitte zur Wand und es entsteht ein kalter Luftstrom, der durchaus spürbar ist. An der Wand kühlt die Luft ab und senkt so die durchschnittliche Raumtemperatur. Wer ein älteres Gebäude kaufen möchte, sollte vorab die Isolierung von Experten prüfen lassen. So lassen sich Kältebrücken leicht durch Wärmebildkameras feststellen und der finanzielle Aufwand für die notwendige Dämmung ausrechnen. Informationen über die gesetzlichen Vorgaben finden sich auf der Website der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU.)

 

Unerwartete Kostensteigerung: Baumängel eher Regel als Ausnahme

Immobilienkredite sind aktuell so günstig, wie seit langem nicht. Das nutzen immer mehr Menschen, um sich ihren Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Allerdings ist die richtige Finanzierung erst der Anfang. 19 Prozent aller Bauherren haben mit unerwarteten Ãœberziehungen der kalkulierten Baukosten zu kämpfen. Wie der Bauherren-Schutzbund (BSB) in einer aktuell ausgewerteten Umfrage ermittelt, nutzen viele Bauunternehmen das fehlende Fachwissen der Bauherren aus, um die Kosten in die Höhe zu treiben. Bei rund zwei Drittel aller 2012 gebauten Eigenheime, kam es zu erheblichen Abweichungen von der ursprünglich vereinbarten Baubeschreibung. „Wer als Verbraucher und Laie das erste Mal baut, befindet sich in der Regel nicht auf Augenhöhe mit den Profis auf der anderen Seite – und das nutzen Bauunternehmer und Bauträger immer wieder aus“, erklärt der BSB-Geschäftsführer, Rainer Huhle. Schon die Vertragsvereinbarung wird oftmals so schwammig gehalten, dass die Auftraggeber nur schwer gegen Verzögerungen, oder eine minderwertige Ausführung der Arbeiten, vorgehen können. „Nicht selten beschreiben die Hausanbieter Art und Ausführung der geschuldeten Leistungen regelrecht gummiartig. Das ist Masche“, kritisiert Huhle. Bei der BSB-Umfrage kam heraus, dass 55 Prozent aller Bauherren gravierende Baumängeln hinnehmen, oder korrigieren lassen mussten. Nur die Hälfte der Mängel wurden, nach Angaben der Betroffenen, vollständig beseitigt. Mit Schwierigkeiten muss ein Bauherr natürlich rechnen, doch lassen sich viele Probleme im Voraus durch einen sicheren Vertrag verhindern. Deshalb lohnt es sich, den ausgehandelten Vertrag vor der Unterzeichnung von einem Fachanwalt prüfen zu lassen. Das ist zwar nicht kostenlos, aber im Fall größerer Baumängel zahlt sich die im Vergleich geringe Anwaltsgebühr locker wieder aus.

 

Plus-Energie-Häuser sind im Trend

Das für den Verbraucher größte Plus von regenerativen Energiequellen liegt in der günstigen Produktion des Stroms. Die steigenden Energiekosten sind damit auch der Hauptgrund für Bauherren, sich mit einer eigenen Anlage von den großen Energiekonzernen unabhängig zu machen. Die wachsende Notwendigkeit des Stromsparens hat unter anderem das Interesse an Plus-Energie-Häusern geweckt. Diese haben im Bereich Energieverbrauch den aktuell effizientesten Gebäudestandard. Mittlerweile sind Plus-Energie-Häuser auch für Privatpersonen erschwinglich. Mit der intelligenten Gebäudehüllenkonstruktion und einer Kombination aus Windkraft und Photovoltaik kann mehr Strom erzeugt werden, als für den Unterhalt des Hauses notwendig ist. Ausgehend davon, dass schlecht gedämmte Außenwände für mehr als zwei Drittel des Energieverlustes verantwortlich sind, werden Plus-Energie-Häuser mit einer speziellen Thermo-Around-Gebäudehülle gebaut, die extrem dicht ist. Zusätzliche Wärmepuffer entstehen durch die mehrschichtige Konstruktion der Wände. Die zur Enegiegewinnung genutzten Windkraft- und Photovoltaiksegmente ergänzen sich gegenseitig, indem die verschiedenen Wetterlagen zur Stromerzeugung genutzt werden können. Damit gelingt nicht nur die Produktion des für Heizung, Licht und Elektrik benötigten Stroms, darüber hinaus kann regelmäßig ungenutzte Energie ins Netz eingespeist werden und somit die Haushaltskasse zusätzlich entlasten. Die während des Baus eines Plus-Energie-Hauses höheren Kosten lassen sich somit innerhalb weniger Jahre wieder einsparen.

 

Skyfarming: Lebensmittel im Wohnzimmer anbauen

An einem ungewöhnlichen Konzept für die Doppelnutzung von Immobilien arbeiten derzeit Agrarforscher der Universität Hohenheim in Stuttgart. Darin führen sie aus, wie sich mit Hilfe ausgeklügelter Technologien Lebensmittel wie Reis in Wohnungen züchten lassen. Mit dem Projekt „Skyfarming“ soll der Anbau von Reis auf engem Raum und unabhängig von Witterungsbedingungen, in Großstädten möglich sein und so helfen, den weltweiten Hunger zu beenden. Das Konzept sieht vor, die Wurzeln frei im Raum hängen zu lassen und über einen Wassernebel mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Nach ersten Berechnungen würde sich die Installation der dafür benötigten Technik finanziell lohnen. Außerdem wäre Skyfarming ein Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften, da lange Transportwege, wie sie sonst beim Anbau in umliegenden Dörfern nötig sind, nicht mehr anfallen. Professor Folkard Asch, der leitende Mitarbeiter des Projektes, geht davon aus, dass bereits in fünf bis zehn Jahren der erste Prototyp gebaut werden könnte. Dafür würden allerdings Investitionen in Höhe von 12 bis 15 Millionen benötigt. Ein erstes Modell eines Skyfarming-Hochhauses ist vom 1. Juni bis zum 15. Oktober auf dem Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ zu sehen, dass in dieser Zeit insgesamt 35 deutsche Städte anläuft.

 

Hausbau-App für Tablet und Smartphone

In Deutschland boomt derzeit der Markt für Wohnungsimmobilien. Die Zahl der gekauften und neu gebauten Häuser hat einen neuen Höchstwert erreicht. Um die Haus- und Wohnungssuche zu erleichtern, hat das Online-Portal ImmobilienScout24 jetzt auch ein Hausbau-App für iPad und iPhone entwickelt. Mit diesem App können potentielle Bauherren und Käufer gezielt nach unterschiedlichen Kategorien suchen. Damit lassen sich die Angebote beispielsweise nach Preis, Größe der Fläche, oder Bautyp filtern. Auch das abrufen des Grundrisses oder einer ausführlichen Beschreibung der einzelnen Objekte ist mit dem App möglich. Noch in diesem Jahr plant das Unternehmen ein weiteres Programm. Dieses soll ähnlich wie ein Katalog aufgebaut sein und genauso durchgeblättert werden können. Das kostenlose App kann im App-Store heruntergeladen werden.