Kauf einer Immobilie: Auf gute Nachbarschaft achten

Zählt beim Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage vor allem die Lage des Hauses, so ist beim Kauf für die Eigennutzung die gute Nachbarschaft extrem wichtig. Dabei machen sich Haus- und Wohnungskäufer in der Regel darüber die wenigsten Gedanken, vor der Kaufentscheidung. Das jedoch rächt sich häufig. Immer öfter landen Streitigkeiten zwischen Nachbarn vor einem Richter. Wie eine Umfrage unter 1120 Teilnehmern von ImmobilienScout24 ergab, sind es vorrangig Lärm und störende Geräusche, die zu Zwist führen. Am schlimmsten werden Baugeräusche wie Hämmern und Bohren empfunden. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf eines Hauses darüber informieren, ob es im näheren Umfeld passionierte Handwerker gibt. Meist sind es gerade ältere Leute, die als Rentner das gesamte Sommerhalbjahr Zeit haben, um stundenlang in ihrem Garten zu hämmern, zu sägen, zu schleifen und zu bohren. Laute Musik ist nach Handwerkslärm das zweithäufigste Problem unter Nachbarn. Für Wohnungsinhaber kommen noch stressige Geräusche wie laute Streitereien in der Nachbarwohnung, die Fernsehlautstärke oder Getrampel dazu. Als Mieter kann man notfalls die Wohnung wechseln. Als Eigentümer ist das schon schwieriger, weshalb neben Lage, Preis und Infrastruktur, auch die Nachbarschaft vor einem Kauf unter die Lupe genommen werden sollte.

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