Wohnungsnot für Studierende

Die Wohnungsnot, unter der momentan in Deutschland gerade Studenten verstärkt leiden, wird vermutlich noch mehrere Jahre anhalten. Dies ergab eine Analyse der 81 größten deutschen Studienstandorte. Demnach übersteigt die Nachfrage das Angebot nach bezahlbaren Wohnungen für Studenten erheblich. In 25 Großstädten liegt das Defizit bereits im „kritischen Bereich“. Nicht nur Studenten, auch die wachsende Zahl an Singles finden immer schwerer eine Wohnung passender Größe. In vielen Städten würden, so das Fazit der Untersuchung, „Angebot und Nachfrage bezüglich kleiner Apartments so spürbar auseinander driften, dass auch in Zukunft ein deutlicher Mangel herrschen“ werde. Vorrangig an Hochschulstandorten wächst der Bedarf an kleinerem und günstigem Wohnraum. In vielen Städten müssen selbst für einzelne WG-Zimmer bereits bis zu 500 Euro Miete gezahlt werden. Durch einen kurzfristigen Anstieg der Studentenzahl, wie beispielsweise aktuell im Fall der doppelten Abiturlehrgänge, verschärft sich die Situation noch erheblich. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass „zusätzliche Angebote dringend notwendig“ seien, um die kritische Wohnungsmarktsituation „zu entschärfen“. Bisher scheint das Problem jedoch in der politischen Debatte noch nicht angekommen zu sein, so dass zeitnah nicht mit einer Verbesserung der Lage zu rechnen ist.

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