Immobiliengeschäfte: Berliner Verbraucherschutzsenator tritt zurück

Nach nur elf Tagen im Amt tritt der Berliner Justiz- und Verbraucherschutzsenator, Michael Braun, wieder zurück. Er entschloss sich dazu, nachdem ihm vorgeworfen wurde, während seiner Zeit als Notar, an fragwürdigen Immobiliengeschäften beteiligt gewesen zu sein. Es wird vermutet, das er beim Verkauf von Schrottimobilien geholfen und die Verkäufe wider besseren Wissens beurkundet hat. So unterstützte er 2008 eine dubiose Immobilienfirma, die mangelhafte Wohnungen zu überhöhten Preisen, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen verkauft hatte. Das Berliner Amtsgericht ermittelte im Sommer auch gegen ihn und warf ihm vor, diese „sittenwidrigen“ Geschäfte ermöglicht zu haben. Ohne sich in der Sache näher zu äußern gab Michael Braun jetzt bekannt, beim Senat ein Rücktrittsgesuch eingereicht zu haben, das es ihm „angesichts der einseitigen und andauernden Presseberichterstattung nicht möglich ist, sein Amt weiter zum Wohle der Stadt zu führen“. Senator Klaus Wowereit erklärte, dass er die Rücktrittsentscheidung annimmt. Bis ein Nachfolger für Braun gefunden ist, soll der Gesundheitssenator Mario Czaja die Amtsgeschäfte weiter führen.

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