Immobilienkrise noch nicht vorbei?

So ganz ausgestanden scheint die Finanzkrise, die durch faule Immobilienkredite ausgelöst wurde, doch noch nicht zu sein. Erneut steht ein Kreditversicherer vor der Pleite. Die US-amerikanische Firma Ambac, die ihr Geld mit der Versicherung von Anleihen verdient, die auf Hypotheken von privaten Hauskäufern basieren, muss jetzt Insolvenz anmelden. Dieses Schicksal teilt sie mit 139 amerikanischen Regionalbanken, die allein in diesem Jahr pleite gegangen sind. Auch sie haben, um der hohen Provisionen willen, Menschen Kredite gewährt, die diese nicht zurück zahlen konnten. Ambac, die als Rückversicherer genau solche Kreditausfälle versichert hat musste, aufgrund der immer häufiger vorkommenden Zahlungsunfähigkeit der Kunden, immer höhere Verluste hinnehmen. Inzwischen beläuft sich die Schuld des Unternehmens auf 1,1 Milliarde Euro. Das ist umso bedauerlicher, weil Ambac ursprünglich auf die Risikoarme Absicherung von Krediten für Länder und Gemeinde spezialisiert war. Der schnelle und hohe Gewinn, den sich die Geschäftsinhaber durch den Einstieg in die Immobilienfinanzierung versprachen, hat sie jedoch vergessen lassen, die notwendige Vorsicht walten zu lassen.

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