Wenn ich nochmal bei Null starten würde – meine ehrliche Immobilien-Bilanz

19. Februar 2026 | Immobilien-Ratgeber

Manchmal spiele ich dieses Gedankenspiel. Ich sitze abends auf dem Sofa, schaue mich um – Wände, Boden, Fenster, alles meins – und frage mich:
Was würde ich anders machen, wenn ich heute nochmal ganz von vorne anfangen müsste?

Mit dem Wissen von jetzt. Mit den Fehlern im Gepäck. it weniger Naivität.


Ich würde langsamer entscheiden

Früher dachte ich, Schnelligkeit sei ein Vorteil. „Wenn ich nicht sofort zuschlage, ist es weg.“

Heute weiß ich:
Eine Immobilie, die nur mit Druck funktioniert, passt meistens nicht.

Ich würde mir mehr Zeit nehmen.
Mehr schlafen.
Mehr rechnen.
Weniger emotional reagieren.


Ich würde konservativer finanzieren

Ich habe mich nie völlig übernommen – aber ich war dichter am Limit, als ich es heute akzeptieren würde.

Heute würde ich:

  • mehr Puffer einplanen
  • niedrigere Monatsbelastung akzeptieren
  • weniger optimistisch kalkulieren

Früher habe ich gedacht: „Das Einkommen steigt schon.“

Heute denke ich: „Was, wenn es das nicht tut?“


Ich würde stärker auf Lage setzen

Ich habe einmal ein Objekt gekauft, weil die Zahlen gut aussahen.
Rendite passte.
Preis war attraktiv.
Aber die Lage war… durchschnittlich.
Heute weiß ich:
Mittelmäßige Lage bleibt mittelmäßig.

Ich würde lieber etwas weniger Rendite akzeptieren – dafür bessere Substanz und Umfeld.


Ich würde weniger auf Meinung von außen hören

Freunde.
Kollegen.
„Experten“ aus dem Internet.

Jeder hat eine Meinung.
Und oft sprechen Menschen aus ihrer eigenen Lebensrealität – nicht aus deiner.

Heute würde ich mir Rat holen.
Aber die Entscheidung leiser treffen.
Nur für mich.


Ich würde nicht glauben, dass Eigentum alles löst

Das ist vielleicht der wichtigste Punkt.

Ich habe einmal gedacht:
Wenn ich kaufe, wird vieles einfacher.

Aber Eigentum ist kein Lebens-Booster.
Es ist Verantwortung in einer anderen Verpackung.

Heute würde ich nicht kaufen, um etwas zu kompensieren.
Sondern nur, wenn es wirklich passt.


Und was würde ich nicht ändern?

Den Mut.

Trotz aller Fehler, aller Unsicherheiten und schlaflosen Nächte –
ich würde wieder kaufen.

Nicht perfekt.
Aber bewusster.

Denn am Ende geht es nicht darum, fehlerfrei zu handeln.
Sondern darum, aus Fehlern Kapital zu schlagen.


Wenn ich bei Null starten würde, wäre ich ruhiger. Vorsichtiger. Vielleicht auch weniger euphorisch.

Aber ich wäre klarer. Und Klarheit ist beim Immobilienkauf mehr wert als jeder Quadratmeter.