Archiv der Kategorie: Förderung

Wohn-Riester auch für Umbau nutzbar

Durch eine Nachbesserung der gesetzlichen Regelung, sollen Riester-Sparanlagen zukünftig etwas attraktiver für Anleger werden. So darf bei der sogenannten Wohn-Riester bisher nur Kapital entnommen werden, wenn es nachweislich für die Anschaffung oder den Bau einer Wohnimmobilie verwendet wird. Ab dem 01. Januar 2014 soll es Sparern der Eigenheimrente zudem jederzeit möglich sein, Kapital für eine schon bestehende Immobilienfinanzierung zu entnehmen, um diese ganz oder teilweise abzulösen. Außerdem darf das in Wohn-Riester-Verträgen angesparte Kapital ab dem kommenden Jahr auch für Modernisierungen verwendet werden, womit die Wohn-Riester auch für Ältere Sparer interessant werden könnte. Neu ist auch eine Deckelung der Kosten, beim Wechsel des Anbieters. Diese „Verwaltungskosten“ lagen bisher durchschnittlich in Höhe der eingezahlten Raten des ersten Sparjahres.

 

Solaranlagenbau am Eigenheim ist rückläufig

Die Förderkürzungen von Solaranlagen haben, wie erwartet, dazu geführt, dass inzwischen wesentlich weniger neue Solaranlagen auf privaten Wohnhausdächern gebaut werden, als in den letzten drei Jahren. Waren es damals noch rund 7500 Megawatt Leistung, die pro Jahr hinzukamen, sollen bis zum Ende 2013 nur Solaranlagen mit insgesamt 4000 Megawatt Leistung gebaut werden, wie Bundesumweltminister Peter Altmaier bekannt gab. „Der Ausbau der Photovoltaik war in den letzten drei Jahren völlig außer Kontrolle geraten“, rechtfertigt Altmaier die Kürzung der Förderungen. „Außer Kontrolle geraten“ bedeutete allerdings, dass eine wachsende Zahl an Hausbesitzern sich für die Ökostromanlage entschied – beziehungsweise sich, aufgrund der finanziellen Unterstützung, dafür entscheiden konnten. Noch lohnt sich aber die Investition in Sonnenenergie auch für Privatverbraucher, da die Strompreise auch in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Sind die baulichen Gegebenheiten vorhanden, kann nicht nur der Eigenbedarf mit einer Photovoltaik-Anlage gedeckt werden, auch gibt es eine für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung, durch die sich die Kosten für die Anlage schnell amortisieren.

 

Solar für Wärme- oder Stromerzeugung nutzen?

Wer auf ökologisch sinnvolle Energie mittels Sonnenkollektoren umsteigen will, muss sich entscheiden, ob er die Energie der Sonne für Wärme- oder Stromerzeugung nutzen möchte. Für die Wärmenutzung werden Sonnenkollektoren verwendet, deren in Wasser gespeicherte Wärme über ein Rohrsystem in die Heizanlage gepumpt wird. Die Stromerzeugung dagegen läuft über Photovoltaikmodule. Diese nutzen nicht die Wärme, sondern das Licht, das in elektrische Energie umgewandelt wird. Der Strom kann entweder über Akkumulatoren gespeichert und im Haushalt verwendet, oder in das Stromnetz eingespeichert werden. Für die Einspeisung garantiert die gesetzlich verbriefte Einspeisevergütung eine Mindestvergütung die, je nach Größe der Photovoltaik-Fläche, durchaus über den eigenen Stromkosten liegen kann. Welches System das richtige ist, oder ob sich eine Kombination beider Optionen lohnt, ist pauschal schwer einzuschätzen. Letztlich hängt es vom eigenen Strom- oder Wärmebedarf und nicht zuletzt von den finanziellen Möglichkeiten ab. Für eine bessere Planung bieten viele Hersteller inzwischen Online-Rechner, auf denen man sich die Investitionskosten pro Anlage-Quadratmeter ausrechnen kann. Auch die aktuell gezahlte Einspeisevergütung lässt sich so für verschiedene Anlageformen- und Größen prognostizieren.

 

Welches Heizsystem für das Haus?

Teil der Energiewende war die gesetzliche Regelung über Wärmedämmung und effiziente Heizungen. Trotzdem bleibt die Auswahl an modernen Heizungssystemen für Bauherren groß. Zu den günstigeren Modellen gehören Gas- und Ölbrenner, die inzwischen sehr gute Verbrauchswerte vorweisen können. Allerdings gleichen sich die bei der Anschaffung eingesparten Kosten schnell wieder durch die wachsenden Öl- und Gaspreise aus. Ungefähr doppelt so hoch sind die Anschaffungskosten für Holzheizungen. Als Biomasse-Heizsystem ist dafür ihr Betrieb mit Holzpellets oder Holzhackschnitzeln wesentlich günstiger. Nachteilig ist, von den höheren Erwerbskosten abgesehen, der größere Platzverbrauch für die Brennstoffe. Noch eher selten werden Wärmepumpen verwendet. Diese beziehen ihre Energie aus tieferen Erdschichten, oder der Außenluft. Zwar müssen für deren Betrieb keine Brennstoffe gekauft werden, doch wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet hängt davon ab, wofür sie verwendet wird. In den meisten Fällen ergänzen Wärmepumpen andere Heizsysteme. Am bekanntesten ist die Nutzung der Sonnenenergie. Abhängig vom zur Verfügung stehenden Kapital, dem Verbrauch und der benötigten Leistung, hat man hier die Wahl zwischen den preiswerteren Flächenkollektoren, oder Röhrenkollektoren. Letztere kosten zwar mehr, arbeiten aber auch wesentlich effektiver. Auch für Solarthermie hat sich eine Kombination von Kollektoren und Heizkessel als zuverlässig erwiesen.

 

CSU will Wiedereinführung der Eigenheimzulage

Um den Eigenheimbau zu fördern, hat jetzt die CSU die Wiedereinführung der Eigenheimzulage gefordert. Diese war erst 2006 von der damaligen Regierungskoalition komplett gestrichen worden. Alexander Dobrindt, der Generalsekretär der CSU, will die Einführung der Zulage für den privaten Wohnungsbau in das Wahlprogramm der CSU aufnehmen. „ Wohnraum für junge Familien ist doch eine aktuelle soziale Frage in Deutschland“, erklärt er in einem Interview mit dem „Berliner Tagesspiegel“. Die Eigenheimzulage wurde wegen Geldmangel eingestellt. 11,4 Milliarden Euro kostete sie jährlich. Unterstützt wurden damit Käufer, die ein Haus oder eine Wohnung für den Eigenbedarf kauften. Schon vor vier Jahren wollte die CSU das Thema wieder in ihr Wahlprogramm aufnehmen, unterließen es aber, auf bitten der Schwesterpartei, die nur drei Jahre nach ihrer Abschaffung, nicht mit der Wiedereinführung der Eigenheimzulage Wahlkampf führen konnte. Jetzt hofft Dobrindt, dass genug Zeit vergangen ist, um die CDU für dieses Wahlkampfgeschenk zu begeistern.